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Die
Städtepartnerschaft Dietzenbachs mit der
nicaraguanischen Stadt Masaya hat ihren
Ursprung in einer Initiative des DGB-Ortskartells
Dietzenbach, das nach dem Sturz des Somoza -
Regimes im Jahre 1979 Kontakte zum
revolutionären Nicaragua knüpfte und bereits im
folgenden Jahr eine Patenschaft für die Stadt Masaya
übernahm, die als eines der Zentren gegen die
Diktatur vom Bürgerkrieg besonders stark in
Mitleidenschaft gezogen worden war. Seither hat
die Gewerkschaftsgruppe, die sich 1981 als
eingetragener Verein "Monimbó"
konstituierte (benannt nach einem indianischen
Stadtteil Masayas), eine Vielzahl von
Solidaritäts- und Spendenaktionen zum
Wiederaufbau des zerstörten und rückständigen
Landes durchgeführt und verschiedene Selbsthilfeprojekte
(z.B. Gesundheitsstation, Ausbildungswerkstatt)
ins Leben gerufen, die auch von der Stadt
Dietzenbach seit 1981 regelmäßig mit
großzügigen Geldspenden unterstützt wurden.
Die offizielle Verschwisterung zwischen den
beiden Städten wurde dann am
11. Oktober 1985 in Nicaragua
besiegelt. Im Frühjahr 2008 löste sich der
Verein Monimbó auf. Die weitere
Pflege der Städtepartnerschaft mit Masaya wurde
dem ViB übertragen. Dazu wurde im August 2008
innerhalb des ViB eine Arbeitsgruppe Masaya
gegründet. Hierzu gibt es eine eigene Homepage,
die Sie unter www.heko-nic.de/VIB_Masaya/
finden.1989 wurde in Masaya mit einem
Projekt begonnen, das die Trinkwasserversorgung
der Bevölkerung entscheidend verbesserte.
Bislang gab es insbesondere in den ärmeren
Stadtteilen oft nur eine Wasserentnahmestelle
für jeweils etwa 100 Familien. Im Rahmen des Trinkwasserprojekts
"Agua para Masaya" konnten bis 1994
in 21 Stadtteilen Masayas sowie in einigen
umliegenden Gemeinden fast 2.300 Familien mit
Trinkwasserhausanschlüssen versorgt werden,
daneben wurden die notwendigen technischen
Einrichtungen wie Brunnen, Pumpen, Wasserspeicher
usw. erstellt. Die Wasserrohre und
Hausanschlüsse wurden aus Projektmitteln
finanziert, beim Ausheben der Gräben und dem
Verlegen der Rohre arbeitete die Bevölkerung
tatkräftig mit.
Parallel wurde in diesen Stadtteilen mit einem
Hausbauprojekt begonnen, durch das für besonders
arme Familien, die zuvor in notdürftigen
Behelfsunterkünften leben mussten, mehr als 200
Wohnhäuser in Eigenarbeit errichtet werden
konnten. Die aus einem Projektfonds
bereitgestellten Kreditmittel für die
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| Der
mittelamerikanische Staat Nicaragua hat eine
Fläche von 120.254 Quadratkilometer, etwa ein Drittel
der Fläche der Bundesrepublik, mit jedoch nur knapp
über vier Millionen Einwohnern. Masaya ist mit rund
80.000 Einwohner nach Managua, León und Granada die
viertgrößte Stadt Nicaraguas. Masaya liegt 27
Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Managua
und ist als "Stadt der Blumen" und für ihr
Kunstgewerbe bekannt - sie beherbergt den größten
Kunstgewerbemarkt des Landes in den neuen Marktanlagen.
60 Prozent der Bevölkerung arbeiten im Handwerk und
neben Managua und León hat nur noch Masaya nennenswerte
Industrie aufzuweisen: Stahl- und Eisenverarbeitung in
der Fabrik INCA mit ca. 700 Beschäftigten und eine
Schuhfabrik mit ca. 250 Beschäftigten. Masaya ist
Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts, in dem rund
100.000 Menschen wohnen. Landwirtschaftliche Exportgüter
dieser Region sind Kaffee und Baumwolle, hauptsächlich
werden allerdings Grundnahrungsmittel für den
einheimischen Markt angebaut.
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